Glossar

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Abnahmetest -  Das erfolgreiche Bestehen dieses Tests ist die Voraussetzung für die Abnahme des Projektprodukts und die Rechnungsstellung. Welche Funktionen mit welcher Methode getestet werden, ist i.d.R. bereits Inhalt des Projektauftrags, der auch die Liefergegenstände enthält. I.d.R. wird nicht der Code analysiert sondern das Verhalten der Software bei vorgegebenen Anwendungsfällen (Blackbox-Verfahren).
Activity Based Costing -  Mit dem Activity Based Costing (ABC) werden die Gemeinkosten der indirekten Leistungsbereiche ihrer Nutzung entsprechend auf Aktivitäten verteilt. Die Perspektive auf die Aktivitäten-bezogenen Kosten ergänzt die klassische Kostenstellenrechnung.
Änderungsantrag -  Auch 'Change Request', beinhaltet einen Änderungswunsch für eine erstellte oder zu erstellende Software. Anträge werden i.d.R. mit dafür vorgesehenen Formularen gestellt. Anschließend werden Aufwand und Nutzen bewertet. Danach werden die Anträge einem Gremium zur Entscheidung vorgelegt.
Anforderung -  Eine Anforderung ist eine Bedingung oder Fähigkeit, die ein Benutzer benötigt, um ein Problem zu lösen oder ein Ziel zu erreichen (Anwenderanforderung). Es ist ebenso eine Bedingung oder Fähigkeit, die ein System oder ein Teil des Systems erbringen oder besitzen muss, um einen Vertrag, einen Standard, oder eine Spezifikation zu erfüllen (Systemanforderung).
Anforderungsmanagement -  Das Anforderungsmanagement beinhaltet das Entdecken, Organisieren, Dokumentieren der vom System gefordertern Funktionalitäten, das Einschätzen der Änderungen von Anforderungen und ihrer Auswirkungen sowie das Verfolgen und Dokumentieren der vorgenommenen Änderungen und Entscheidungen.
Beschaffungsmanagement -  Innerhalb des Projektmanagements beschäftigt sich das Beschaffungsmanagement mit der Beschaffungsplanung, dem Vertragswesen, der Lieferantenauswahl sowie der Vertragsabwicklung und -beendigung.
Call Center -  Eine Organisationeinheit, die für die Bearbeitung von Kundenkontakten mit spezieller Technologie und qualifiziertem Personal ausgestattet ist.
Change Request -  s. Änderungsantrag
Customer Care -  s. Kundenservice
Data Mining -  Methoden zur systematischen Untersuchung von Datenbeständen, um Regeln, Muster und Zusammenhänge aufzuspüren, wie z.B. Änderungen im Verhalten bestimmter Käufergruppen.
Data Warehouse -  Bündelung von Daten und Informationen, um Anwendern in Organisationen die Informationen zur Verfügung stellen zu können, die sie für ihre Aktivitäten benötien. Wird meist mit Extraktionsverfahren aus Primärdatenbanken erzeugt.
Deep Web -  Teil des World Wide Webs, der nicht mit Hilfe der frei zugänglichen Suchmaschinen aufgefunden werden kann, z.B. (kommerzielle) Fachdatenbanken oder dynamisch erzeugte Webseiten. Die Suchmaschinen haben entweder keinen Zugang zu diesen Datenquellen oder können die Inhalte nicht indexieren.
Durchlaufzeit -  Auch Durchführungszeit; bezeichnet die Zeit, die eine Entität, eine Aktivität, ein Prozess für die Bearbeitung benötigt. Man unterscheidet Rüst-, Bearbeitungs- und Liegezeiten.
Earned Value Methode -  Teil des Projektmanagements; Fertigstellungswertanalyse nach PMI (Project Management Institute) , um die jeweils aktuelle Kostensituation zu ermitteln. Bewertet wird die fertig gestellte Arbeit im Vergleich zu den angefallenen Kosten und zur ursprünglichen Planung.
Enterprise Content Management -  Abk. ECM; Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Speicherung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung organisatorischer Prozesse (lt. AIIM International). Gehört zum Informationsmanagement und bezieht sich in erster Linie auf wenig oder gar nicht strukturierte Informationen (Dokumente, Content).
Ereignisgesteuerte Prozesskette -  Abk. EPK; grafische Modellierungssprache zur Darstellung von Geschäftsprozessen. Entwickelt unter der Leitung von August-Wilhelm Scheer im Rahmen eines Forschungsprojektes mit der SAP AG. Wesentliches Element des ARIS-Konzepts (ARIS =Architektur Integrierter Informationssysteme).
Feldschema -  In der Informationsverarbeitung werden Dokumente in ein Feldschema eingeordnet. Das jeweilige Schema mit den Feldkürzeln ist dem Bluesheet der Datenbank zu entnehmen. Die Einordnung geschieht entweder automatisiert oder intellektuell. Dokumentationseinheiten werden einmal als Dokumentendatei und zusätzlich als invertierte Datei gespeichert, welche als Register oder Index den Zugriff auf die Dokumentendatei erleichtern soll.
Geschäftsprozess -  s. Prozess
Indexierung -  Auch Verschlagwortung; meint die Abbildung relevanter Informationsinhalte eines Datensatzes auf die Deskriptoren eines Thesaurus, auf Notationen eines Klassifikationssystems oder auf Terme anderer Ordnungssysteme. Sie kann automatisiert oder intellektuell erfolgen und hat das Ziel, relevante Inhalte zu filtern und für spätere Suchanfragen leicht auffindbar zu machen.
Information -  Information ist die Einheit aus Signal (dem materiellen Aspekt) und aus dem Gemeinten oder Verstandenen des Informationsinhalts. Signale können Schallwellen, Druckerschwärze oder Daten sein. Sie sind wahrnehm- und speicherbar.
Information Retrieval -  Abk. IR;
Informationsmanagement -  Organisation unternehmensweiter Informationen und Kommunikation, also der Informationsobjekte und -flüsse in Unternehmen. Gegenstand ist die Ressource Information, die geplant, organisiert, koordiniert und kontrolliert werden muss.
Integrationsmanagement -  Teil des Projektmanagements; beinhaltet das Entwickeln des Projektauftrags, des Projektmanagementplans, das Lenken der Projektausführung, das Überwachen der Projektausführung, das Steuern von Änderungsanträgen sowie den Projektabschluss.
Klassifikation -  Strukturierte Darstellung von Klassen und der zwischen den Klassen bestehenden Begriffsbeziehungen. Die Klassen werden durch Notationen repräsentiert, die von natürlichen Sprachen unabhängig sind.
Kommunikationsmanagement -  Im Projektmanagement gehören dazu die Identifizierung der Stakeholder, die Kommunikationsplanung, Informationsverteilung und das Management der Stakeholder Erwartungen sowie das Fortschrittberichtswesen.
Kostenmanagement -  Hier Teil des Projektmanagements, bestehend aus der Kostenschätzung für Einsatzmittel, der Erstellung des Gesamtkostenplans sowie der Kostensteuerung, also der Überwachung von Budgetänderungen.
Kundenservice -  Bezeichnet sowohl eine organisatorische Einheit, die sich um die Anliegen der Kunden kümmert (s. auch Call Center), als auch zusätzliche Leistungen, Dienste oder Produkte, die ein Kunde beim Kauf eines Produkts erhält, mit dem Ziel der Kundenzufriedenheit und Steigerung des Images eines Unternehmens.
Leistungsumfangsmanagement -  Teil des Projektmanagements; beinhaltet das Sammeln der Anforderungen, die Definition von Inhalt und Umfang, die Erstellung des Projektstrukturplans sowie das Verifizieren und Steuern des Leistungsumfangs im Projektverlauf.
Metadaten -  Beschreibungsdaten für Daten; werden zur thematischen Ordnung verwendet und bereiten den optimalen Zugriff auf die eigentlichen Daten vor.
Mock-up -  Rudimentärer Software-Prototyp der Benutzerschnittstelle. Wird vor allem in den frühen Entwicklungsphasen eingesetzt, um Anforderungen an die Benutzeroberfläche besser ermitteln und verifizieren zu können. Meist nur Grundgerüst der Bedienelemente ohne Funktionalität.
Personalmanagement -  Teil des Projektmanagements, bestehend aus Personalplanung, Zusammenstellen, Entwickeln und Leiten des Projektteams.
PMI -  Abk. für Project Management Institute; gegründet 1969; weltweit führende non-profit Organisation für Projektmanager mit mehr als 500.000 Mitgliedern aus 185 Ländern; davon sind rund 360.000 gemäß den PMI Standards nach entsprechendem Training, dem Nachweis von Projekterfahrung und dem Bestehen eines mehrstündigen Tests zertifiziert; es gibt verschiedene Personen- und Unternehmenszertifikate. PMI unterstützt seine Mitglieder mit diversen Forschungs- und Weiterbildungsangeboten. Es ist in jedem Land mit regionalen Chaptern präsent.
Portfolio -  Menge von Projekten, die aus organisatorischen Gründen zusammengefasst werden. Im Gegensatz zum Programm haben die Projekte eines P. nicht unbedingt ein gemeinsames Ziel.
Programm -  Gruppe ähnlicher Projekte mit gemeinsamer Zielsetzung. Im Gegensatz zum Projekt hat ein P. nicht zwingend ein Ende.
Project Management Office -  Organisatorische Einheit für die Aufgaben zum zentralen und koordinierten Management von Projekten. Der Zuständigkeitsbereich ist abgegrenzt. Aufgaben und Rolle hängen stark vom Projektmanagementreifegrad eines Unternehmens ab.
Projekt -  Projekte sind gekennzeichnet durch Einmaligkeit, haben einen definierten Zeitpunkt für den Beginn und das Ende sowie ein festgelegtes Ergebnis. I.d.R. sollten sie zudem etwas 'Neues' beinhalten, also ein neues Produkt, ein neues Produktfeature oder einen neuen Prozess liefern.
Projektmanagement -  Die Anwendung von Wissen, Fertigkeiten, Werkzeugen und Methoden auf Projektvorgänge, um die Projektanforderungen (der Stakeholder) zu erfüllen.
Projektstrukturplan -  engl. Work Breakdown Structure; die Liefergegenstände werden hierrachisch angeordnet, in Komponenten zerlegt und in Arbeitspakete (Elemente der untersten Ebene) heruntergebrochen. Ziel ist, die gesamte Arbeit, auch Managementaufgaben, zu beschreiben, die zur Zielerreichung notwendig sind.
Prozess -  Auch Geschäftsprozess, Abk. GP; beschreibt eine Folge von Einzeltätigkeiten eines Unternehmens, die (abteilungsübergreifend) schrittweise ausgeführt werden, um ein geschäftliches oder betriebliches Ziel zu erreichen. Ein Prozess kann Teil anderer Prozesse sein, selbst Prozesse enthalten oder nachfolgende Prozesse auslösen.
Prozesskostenrechnung -  Abk. PKR; mit der Prozesskostenrechnung werden Gemeinkosten, also Kosten der indirekten Leistungsbereiche, auf Prozesse abgebildet. Diese Sicht ergänzt die klassische Kostenstellenrechnung.
Prozessmodellierung -  Abstraktion und meist grafische Darstellung von Geschäftsprozessen. Ist Teil des Geschäftsprozessmanagements. Dient der Dokumentation von Geschäftsprozessen, der Vorbereitung einer Geschäftsprozessoptimierung oder Automatisierung, der Festlegung von Prozesskennzahlen und Überwachung der Prozessleistung, der Definition von Schnittstellen und SLAs, der Modularisierung der Unternehmensaufgaben, dem Benchmarking zwischen Unternehmensteilen, Partnern und Konkurrenten sowie der Begleitung organisatorischer Veränderungen.
Qualitätsmanagement -  Beinhaltet im Projektmanagement alle Aktivitäten der Qualitätsplanung, -sicherung und -lenkung, um die gewünschten Anforderungen zu erfüllen und damit zu gewährleisten, dass das Projektergebnis die Bedürfnisse erfüllt, für die es durchgeführt wurde.
Reifegradmodell -  Beschreibt den Reifegrad einer Organisation hinsichtlich bestimmter Merkmale, z.B. in Bezug auf Entwicklungsprozesse (CMMI Capability Maturity Model Integration) oder die Anwendung von Projektmanagementmethoden (OPM3 Organizational Project Management Maturity Model).
Relevanz -  Eine Information ist relevant, wenn sie die geeignete Basis für eine Handlung ist, also wenn sie eine Wissenslücke schließt, eine Entscheidung fundiert (z.B. auch die, eine Handlung zu unterlassen) oder eine Frühwarnfunktion erfüllt.
Risikomanagement -  Bezogen auf das Projektmanagement geht es im R. um die Identifikation der Projektrisiken, die quantitative und qualitstive Analyse der Risiken, die Planung der Bewältigungsstrategien sowie die Überwachung und Steuerung der Projektrisiken.
Schlagwort -  Auch Deskriptor; bezeichnet meist vorgegebene Begriffe zur inhaltlichen Beschreibung eines Objekts. Die Schlagwortvergabe (auch Verschlagwortung oder Indexierung) erfolgt mit Hilfe eines kontrollierten Vokabulars, z.B. Thesaurus, und folgt den Regeln des jeweiligen Schlagwortkatalogs (RSWK).
Scope Creep -  Im Dt. 'schleichender Funktionszuwachs'; entsteht durch Änderungswünsche, die nicht durch formale Genehmigungsprozesse freigegeben wurden, sondern aufgrund von informellen Absprachen in die Entwicklung einfließen. Der wachsende Funktionsumfang geht meist einher mit wachsenden Aufwänden. Jedoch werden weder das Projektbudget erhöht noch die Projektdauer verlängert.
Semantisches Netz -  Formales Modell für die Darstellung von Begriffen und ihren Beziehungen (Relationen) zur Wissensrepräsentation. Die Begriffe sind die Knoten des Graphen, die Kanten repräsentieren die Beziehungen. Je nach Modell gibt es unterschiedliche Repräsentationstypen.
Serendipity -  Das zufällige Auffinden von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich aber als neu, überraschend und nützlich erweist. Typisches Beispiel ist die Entdeckung Amerikas.
Social Media -  Bezeichnet digitale Medien und Technologien, mit denen Nutzer zueinander in Beziehung treten, sich untereinander austauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft (User Generated Content) gestalten können.
Spezifikation -  Formalisierte Beschreibung eines Produktes, eines Systems oder einer Dienstleistung, in der Merkmale definiert und quantifiziert werden, mit denen das Werk oder die Dienstleistung des Auftragnehmers bei der Übergabe geprüft und durch den Auftraggeber abgenommen werden kann. Die Anforderungsspezifikation des Auftraggebers wird allgemein als Lastenheft bezeichnet, die Umsetzungsspezifikation des Auftragnehmers als Pflichtenheft.
Stakeholder -  Einzelpersonen oder Organisationen, die aktiv am Projekt beteiligt sind, oder deren Interessen durch die Ausführung oder den Abschluss des Projekts beeinflusst werden. Sie können Einfluss auf die Ziele oder Ausgangswerte des Projekts haben. Unterschieden wird zwischen aktiven und passiven S. Besondere Bedeutung in der Planung haben die Key Stakeholder.
Storyboard -  Sorgt bei der Konzeption von Websites für einen Überblick über die Struktur der Website, einschließlich Verlinkung, und veranschaulicht die Navigationswege eines Nutzers bezogen auf typische Anwendungsfälle.
Terminmanagement -  Teil des Projektmanagements; im T. werden die Vorgänge definiert, die Vorgangsfolgen festgelegt, der Einsatzmittelbedarf für jeden Vorgang geschätzt, ebenso die Vorgangsdauer. Daraus entsteht der Terminplan, der während des Projekts aktiv gesteuert wird.
Thesaurus -  Strukturierte Darstellung von Klassen und der zwischen den Klassen bestehenden Begriffsbeziehungen. Die Klassen werden durch natürlichsprachige Bezeichnugen repräsentiert.
Triple Constraint -  Dreieck aus den typischen begrenzenden Faktoren eines Projekts: Termine, Kosten, Leistungsumfang. Ändert sich einer der Faktoren, hat dies Einfluss auf die anderen Seiten des Dreiecks. Durch die Zielvorgaben für zwei Seiten des Dreiecks, z.B. Termin und Budget, wird die dritte Seite bestimmt. Weitere bestimmende Faktoren sind die Erwartungen der Stakeholder und damit die gewünschte Qualität.
Wiki -  Hawaiisch für „schnell“; auch bekannt als WikiWiki oder WikiWeb. Ermöglicht es Nutzern die Inhalte von Webseiten zu lesen, und vor allem sie mit Hilfe eines kleinen Content Management Systems auch direkt online zu ändern. Kommentarfunktionen und Versionierungen sorgen dafür, dass Nutzer die Änderungen nachverfolgen können.
Wireframe -  S. auch Mock-up und Storyboard; beschreipt den konzeptionellen Prototypen einer Website oder einer Benutzeroberfläche. Entweder als schematische Darstellung einer Vorlage, die das Seiten-Layout mit den grundlegenden Bedienelementen beschreibt, oder in dynamischer Form mit mehreren Seiten, die interaktiv verknüpft sind. Im Vordergrund steht die Konzeption und funktionale Aspekte, nicht das Design.
Wissen -  Wird unterschiedlich definiert; im Kontext des Wissensmanagements bezeichnet Wissen eine statische Entität, die in Form von Informationen übertragen wird. Im größeren Rahmen bzeichnet Wissen die Gesamtheit aller organisierten Informationen und ihrer wechselseitigen Zusammenhänge als Handlungsgrundlage. Unterschieden werden z.B. explizites Wissen (Wissen, über das ein Subjekt bewusst verfügt, und das sprachlich ausgedrückt werden kann.) sowie implizites Wissen.
Wissensmanagement -  Beschäftigt sich mit der Umsetzung von Wissen über Information in Handlung. Beinhaltet die dafür notwendigen strategischen und operativen Tätigkeiten und Managementaufgaben, die auf den optimalen Umgang mit Wissen abzielen.

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